Da wir sonst eigentlich immer mit dem Flugzeug unterwegs sind, ging es dieses Mal mit dem Auto in den Urlaub. Im Juni 2019 war es soweit; Kofferpacken, Hund und Mann ins Auto und los. Es sollten so richtig schöne Genuss-Ferien werden. Herrlich! Zuerst ging es für uns ins Piemont. Asti, Alba und Turin standen auf dem Programm. Wir hatten ein kleines Bed and Breakfast in Piano gebucht, von wo aus wir herrliche Tagesausflüge unternehmen konnten. Den ersten Tag verbrachten wir in Asti. Wir genossen Antipasti und auch den einen oder anderen Asti. Ich sag nur "La Dolce Vita". Weiter ging es in die Stadt Alba, welche besonders bekannt für ihren weissen Trüffel ist. Wunderbar war auch ein Bummel durch die kleinen Gassen und vorbei an den historischen Gebäuden. In Alba wurde 1946 übrigens auch die Firma "Ferrero" mit ihren feinen Schokoladen und Pralinen gegründet. Für eine Naschkatze wie mich, einfach ein Traum. Am nächsten Tag stand Turin, am Fluss "Po" gelegen, auf dem Programm. Die Stadt kannte ich bisher nur aus dem Fernsehen. Als ehemalige Fiat-Stadt durfte natürlich ein Besuch bei "Fiat" nicht fehlen. Es war eindrücklich dort entlang zu laufen, wo einst die Autos getestet wurden und auch einen Teil der ehemaligen Teststrecke, auf dem Dach des Gebäudes, konnten wir besichtigen. Zu wissen, dass hier einst Automobil-Geschichte geschrieben wurde, bereitet einem Gänsehaut, einfach toll. Bevor es weiter ging, genossen wir noch ein Mittagessen in einem der vielen kleinen Restaurants. Vom Piemont ging es nun weiter in die wunderschöne Toskana. An Genua und La Spezia vorbei in Richtung Pisa. Wenn ich schon einmal so nah bin, dann muss ich doch unbedingt den "Schiefen Turm" sehen. Er sieht wirklich toll aus, aber wenn ich ehrlich bin, habe ich mir von Pisa mehr versprochen. Ich freute mich aufs bummeln und verweilen in der Stadt. Dem war leider nicht so. Es hatte eine Unmenge von Touristen in der Stadt und Souvenir-Shops ohne Ende. Schön ist anders, ist aber natürlich auch Geschmackssache. So ging es, nach den obligaten Erinnerungsfotos, also weiter in Richtung Florenz. Wir hatten uns ein Zimmer in einem alten Gutshof gemietet. Wunderschön erhalten und Toskana pur! Auch von hier konnten wir unsere Tagesausflüge planen und zwischendurch auch einfach mal die Seele baumeln lassen und den Nachmittag am Pool geniessen. Florenz – Eine Stadt mit Kunst und Architektur im Überfluss. Das Wetter war ein Traum und so konnten wir die Kathedrale, die Uffizien und die Ponte Vecchio geniessen. Wir begaben uns auf die Spuren von Leonardo da Vinci, Michelangelo und Galileo Galilei und sahen gespannt dem Treiben der vielen Menschen zu. Der Tag ging viel zu schnell vorbei. Am Abend stand dann traditionsgemäss Pasta und Vino auf dem Programm. Nach einer erholsamen Nacht ging es dann endlich weiter nach Siena. Ich habe mich so in diese historische Stadt verliebt. Unglaublich, wie Liebe auf den ersten Blick! Die Stadt ist seit Mitte der 90er UNESCO-geschützt und besonders bekannt für den Palio di Siena, das Pferderennen welches jeweils auf dem zentralen Platz, der Piazza del Campo, ausgetragen wird. Mittags haben wir in einem typischen, kleinen Restaurant gesessen. Am Nachbartisch wurde Musik gespielt und gesungen und so schmeckte unser Essen gleich noch besser, kitschig schön. Für mich ist Siena die schönste Stadt Italiens! Auf dem Rückweg machten wir einen Abstecher nach San Gimignano, welche auch "Manhattan des Mittelalters" genannt wird. Und wenn man auf die Stadt zufährt, weiss man auch warum. Die Stadt ist auf einem Hügel gelegen und von einer Stadtmauer umgeben, unfassbar schön. So gehört San Gimignano seit 1990 auch zum UNESCO Weltkulturerbe und ist nebenbei auch die Heimat des zweifachen "Gelato Weltmeisters" Sergio Dondoli. Für Naschkatzen also ein Muss! Im Schatten der historischen Gebäude das Gelato geniessen und den Leuten beim Bummeln zuschauen, wir waren im Himmel. Doch leider geht auch die schönste Zeit des Jahres einmal vorbei. Ein Stopp musste jedoch noch sein: Modena, mit dem bekannten Balsamico. Natürlich wollten wir auch mehr über die Geschichte hinter dem Balsamico erfahren und deckten uns auch gleich mit dem leckeren, alten und im Holzfass gereiften Balsamico ein. Der Unterschied zu den üblichen aus dem Supermarkt ist unfassbar. Möchten Sie wissen, was für besondere Post wir über ein halbes Jahr nach unserer Reise aus Florenz erhalten haben? Wir sind fast vom Hocker gefallen. Kommen Sie vorbei und buchen Sie Ihren Italien Urlaub bei uns, dann verrate ich Ihnen auch, was Sie unbedingt vermeiden sollten, damit Sie nicht vom Hocker fallen. Kerstin Schindler – Juni 2019